Kräuterpädagogin
Carmen Wurm

Was mache ich als Kräuterpädagogin?

Ich mache aus Schafgarbe Kräutersekt.
Aus Storchenschnabel eine Essenz.
Aus Zinnkraut ein Öl.
Aus Kriechendem Günsel einen Aperitif.
Aus Vogelmiere einen Essigansatz.
Aus Giersch einen Salat.
Aus Lärchenzapfen einen Schnaps.
Aus Rosen- oder Lindenblüten einen Sirup. 
Aus Frauenmantel einen Tee.
Aus Beinwell eine Schmiere.

Man muss keine Kräuterpädagogin sein, um das zu machen.
Viele kräuterkundige Frauen und Männer machen das schon seit Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten.
Von ihnen stammt der reiche Erfahrungsschatz, auf den wir heute bauen können.
Dafür bin ich sehr dankbar.

Dankbar bin ich auch für den Platz, an dem wir leben.
Eingebettet in einen Reichtum, den man nicht kaufen kann, der nichts kostet und der doch so unbezahlbar ist.

Mit diesem Reichtum und dieser Fülle achtsam und sorgsam umzugehen, darin sehe ich meine Aufgabe als Kräuterpädagogin.