Spitzwegerich
Das "Wegerich" in seinem Namen bedeutet laut alten Überlieferungen "Wegbeherrscher". Als alte Heilpflanze kann er bei verschiedenen Beschwerden zum Einsatz kommen. 
Der Spitzwegerich ist das Mittel der Wahl bei akuten Erkrankungen der Luftwege. Ein Pflanzensirup kann hustenreizstillend sein, die Inhaltsstoffe stärken die Lungen und Bronchien. Auch ein Tee aus den Blättern oder eine Tinktur können eine ähnliche Wirkung erzielen.
Mein Favorit ist die Spitzwegerich-Salbe, die ich vor allem bei juckenden Insektenstichen verwende. 
Aber auch als Wildgemüse lässt sich der Spitzwegerich gut einsetzen, er ist für mich eine richtige "Allround-Pflanze". 

 

Spitzwegerich-Hustensirup

Spitzwegerichblätter klein schneiden, mit Zucker schichtweise in ein Glas füllen, die letzte Lage soll Zucker sein. Dunkel stellen bzw. in die Erde eingraben („Erdkammersirup“). Nach 3 Monaten sollte sich der Zucker gelöst haben und der Hustensirup ist fertig. Abseihen und ausdrücken.

Spitzwegerich-Öl / Salbe

als Wundöl, zum Einreiben bei Husten, gegen juckende Insektenstiche

Einen Kaltauszug aus zerkleinerten Blättern und Öl (ich verwende Olivenöl) ansetzen, mit Küchenrolle abdecken und an einem dunklen Ort ca 3 bis 4 Wochen ausziehen lassen.

Abseihen und das Öl kühl und dunkel lagern.
Man kann es auch mit Bienenwachs zu einer Salbe weiterverarbeiten.
Auf 90 g Öl kommen 10 g Bienenwachs.