Waldmeister
"Über die Nase schleicht sich Wohlbefinden ins Herz"
So kann man die duftende Wirkung des Waldmeisters beschreiben. Verantwortlich dafür sind die enthaltenen Cumarine, die in ihrem Duft an frisches Heu erinnern. Allerdings muss man dazu den Waldmeister anwelken oder trocknen lassen. In frischem Zustand riecht man diese nämlich nicht. 

"Waldmeister macht ein frohes Herz und heilt vielerlei Altersleiden, heißt es in überlieferten Kräuterrezepten. Eine Tasse Tee kann Kopfschmerzen lindern, mehrere Tassen werden die Schmerzen eher verstärken", ist im Buch von Siegrid Hirsch und Felix Grünberger (Die Kräuter in meinem Garten, Freya Verlag Linz, 2016) zu lesen.

Damit ist sehr gut beschrieben, wie man den Waldmeister anwenden soll. Immer in kleinen Mengen, nie zu viel davon.
Die ideale Zeit, um ihn frisch zu verwenden, ist genau jetzt im Mai. Bei uns steht er kurz vor der Blüte.
Im Sommer kann man ihn ernten und trocken, er eignet sich sehr gut zum Räuchern. 

Waldmeister-Panna cotta

Zutaten:
1 Bund Waldmeister (max. 4 g), 400 ml Schlagobers, 70 g Staubzucker, Mark einer Vanilleschote, 300 g Naturjoghurt, 3 Blatt Gelatine

Zubereitung:
Waldmeister einige Stunden anwelken lassen.
Obers, Zucker und Vanille in einem Topf zum Kochen bringen und offen einkochen, etwas auskühlen lassen.
Den Waldmeisterbund mit den Stängeln nach oben in das Obers hängen und 30 Minuten ziehen lassen. Durch ein Sieb gießen und mit dem Joghurt verrühren. Gelatine einweichen, ausdrücken, vorsichtig in einem kleinen Topf auflösen und einen Löffel Creme schnell unterrühren. Dann die Gelatinemasse zur Creme geben und gut verrühren. In Dessertgläser füllen und mindestens 3 Stunden kalt stellen.

Maibowle

(Waldmeisterbowle)

Zutaten:

(Wald)Erdbeeren,  1 l Weißwein (oder Most), 1 Bund Waldmeister (ca. 4 Gramm, mindestens ½ Tag anwelken lassen), 1 Flasche Sekt, Mineralwasser, Zucker

Zubereitung:

Beeren mit etwas Zucker und Weißwein ansetzen, den angewelkten Bund Waldmeister so in die Schüssel hängen, dass die Stiele nicht in der Flüssigkeit sind und nach oben ragen (Bitterkeit!). Keine Blüten verwenden.

Nun die Kräuter 30 Minuten ziehen lassen.

Danach die Blätter entfernen, mit Sekt und Mineralwasser aufgießen und die Bowle genießen.